Dezső Tandori 1938. wurde am 8. Dezember in Budapest geboren. Er studierte Ungarisch und Deutsch und arbeitete kurzzeitig als Lehrer, dann ab 1971 als freier Schriftsteller und Übersetzer. In jungen Jahren kam er in den Freundeskreis von Ágnes Nemes Nagy, deren Geist seine Karriere bestimmte. Sein erster Gedichtband wurde 1968 veröffentlicht(Fragmente für Hamlet), aber schon seit Mitte der 1960er Jahre hatte er regelmäßig Gedichte veröffentlicht. Seine Poesie zeichnet sich seit jeher durch Vielseitigkeit, Verspieltheit, aber auch philosophische Tiefe und ein ständiges Bedürfnis nach Erneuerung aus. Er lebte die meiste Zeit seines Lebens zurückgezogen, veröffentlichte aber eine Reihe von Gedichtbänden, Romanen und Essays, schrieb aber auch Theaterstücke, ein Handbuch zur Vogelaufzucht und einen Kriminalroman unter dem Pseudonym Nat Roid, Hc. Und ein fantastischer Roman unter dem Namen G. S. Solenard. Insgesamt hat er mehr als hundert Einzelbände veröffentlicht. Generationen sind mit seinen Kindergedichten und Romanen aufgewachsen; sein literarisches Werk ist nur mit den größten vergleichbar. Er hat unter anderem die Werke von Sylvia Plath, Virginia Woolf, Mark Twain, Thomas Bernhard, Egon Erwin Kisch, Franz Kafka, Oscar Wilde, George Byron, Johann Wolfgang von Goethe und Samuel Beckett ins Ungarische übersetzt. Zu seinen wichtigsten Auszeichnungen und Ehrungen gehören: der International P.E.N. Club Award (1966); der Attila József Award (1978); der Tibor Déry Award (1989); der Lorbeer der Republik Ungarn (1996); der Kossuth Award (1998); der Prima Primissima Award (2007); der Verdienstorden der Republik Ungarn (zivile Kategorie; 2009); der National Artist of the Nation Award (2014).
Wir werden sein Andenken in Ehren halten!
(Ungarischer Schriftstellerverband)